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Edelsteintherapie

Edelsteintherapie in der Zahnheilkunde

Durch das wachsende Interesse an natürlichen und giftfreien Heilweisen finden heilkräftige Edelsteine in den letzten Jahren mehr und mehr Beachtung. Eine uralte Heilkunst, die beinahe schon vergessen war, erlebt so eine unerwartete Renaissance. Obwohl die Steinheilkunde in der Antike und den alten Kulturen Europas, Asiens und Amerikas wohl bekannt war und praktiziert wurde, gelangte sie aufgrund der Seltenheit vieler edler Steine nie zu der Bedeutung, wie z.B. die Kräuterheilkunde.
Dieses Bild hat sich heute gewandelt: Noch nie gab es ein so breites Angebot an Mineralien und Edelsteinen, wie in diesem Jahrhundert. Und noch nie ein solch umfassendes Wissen über deren Entstehung, Wachstum und Verwandlung. Die Steinheilkunde hat sich nunmehr in weniger als zwei Jahrzehnten aus dem Abseits des Aberglaubens heraus zu einer ernstzunehmenden, seriösen Therapieform entwickelt. Die leichte, schmerzfreie Anwendbarkeit der darüber hinaus auch ästhetisch schönen Steine ist wohl die Ursache ihres derzeitigen Erfolgs.

In der Zahnheilkunde gibt es jedoch im Vergleich zu anderen medizinischen und naturheilkundlichen Fachgebieten gegenwärtig noch wenig Erfahrungen mit Edelsteinen. Nur ganz selten wird in Zahnarztpraxen zur unterstützenden Therapie auf die Steinheilkunde zurückgegriffen. Ein Grund hierfür ist die Spezialisierung des Fachgebiets, wo Edelsteine nur in begrenztem Umfang eingesetzt werden können.
Kein Edelstein ersetzt eine Karies- oder Parodontosebehandlung und auch der Erfolg vorbeugender Maßnahmen ist oft nur schwierig festzustellen: Zwar ist z.B. eine Verringerung der Kariesneigung durch Edelsteine wie Apatit durchaus denkbar, doch wird der Edelstein niemals eine gute Zahnpflege ersetzen können.

Generell liegen der Heilwirkung von Steinen vier klar formulierbare Grundprinzipien zugrunde. Es zeigte sich, dass diese keineswegs zufällig, sondern in ihren Eigenschaften eng mit den mineralogischen Merkmalen eines Steins verknüpft ist. Demzufolge wird die Gesamtwirkung eines Steines geprägt durch:

  1. seine Mineralfarbe
  2. die enthaltenen Mineralstoffe
  3. die Kristallstruktur
  4. die Charakteristik seiner Entstehungsweise

Dank dieser vier Grundprinzipien lassen sich die oftmals komplexen Heilwirkungen von Mineralien, Edelsteinen und Gesteinen sehr einfach erfassen, verstehen und anwenden. Im Grunde gibt jedes Prinzip die Antwort auf eine bestimmte Frage:

  • Farbe: Wo und wie wirkt der Stein?
  • Mineralstoffe: Was bewirkt der Stein?
  • Kristallstruktur: Bei wem wirkt der Stein?
  • Entstehung: Wann (in welcher Situation) wirkt der Stein?

Werden all diese Prinzipien bei einer Beratung oder Behandlung genau erarbeitet, so ergibt sich treffsicher ein bestimmter Stein für einen bestimmten Menschen in einer bestimmten Situation und einem bestimmten Leiden oder Problem. Diese Vorgehensweise wurde in der praktischen Arbeit schließlich die “Analytische Steinheilkunde” genannt und entwickelte sich zu einem sehr präzisen Instrument der Diagnose und Therapie.

Die moderne Steinheilkunde versteht sich vor diesem Hintergrund als ganzheitliches Naturheilverfahren. Der ganze Mensch ist wichtig, nicht nur das einzelne Problem oder Krankheitssymptom, das ihn gerade beschäftigt.
Edelsteine wirken durch Strahlung und durch Klang und regen den Körper zur Aufnahme, Verwertung und Speicherung von Mineralien an. Denn gerade für die Entwicklung der Zähne, ihre Substanz und Widerstandskraft spielen mineralische Prozesse eine wichtige Rolle. Darüber hinaus können in anderen Bereichen beobachtete Heilwirkungen bei Entzündungen, Nervenschmerzen oder zur Wundheilung natürlich auch im zahnheilkundlichen Zusammenhang eingesetzt werden.

Mit folgenden Edelsteinen kann man in der Zahnheilkunde unterstützend arbeiten:

  1. bei Angst vor der Zahnbehandlung: Sugilith, Dumortierit, Rauchquarz, Rhodonit
  2. bei Blutungen: Rhodonit, Carneol, Mookait, Obsidian
  3. bei Entzündungen: Heliotrop, grüner Turmalin, Apatit/Calcit, Smaragd
  4. bei Karies: Fluorit, Apatit
  5. bei Parodontose: Gagat, Bernstein, Heliotrop, Rhodonit
  6. beim Zahnen: Bernstein, Chalcedon

Zur Benutzung von Edelsteinen gibt es unterschiedliche Anwendungsformen:

  • Die häufigste Anwendungsform von Edelsteinen in der Steinheilkunde sind in großen Schleiftrommeln rundpolierte Trommelsteine.
  • Anhänger, Ketten und Schmucksteine können in jeder Form verwendet werden. Wichtig ist hierbei nur, dass die Steine Direktkontakt zum Körper haben.
  • Edelsteinessenzen werden durch Einlegen in Wasser (mit anschließender alkoholischer Fixierung) oder direkt in Alkohollösungen hergestellt. Essenzen sind im Mineralienhandel erhältlich.
  • Edelsteinwasser wird durch Ansetzen von Edelsteinen in kaltem, klarem Wasser hergestellt. Bitte vorher erkundigen, welche Steine zur Herstellung von Edelsteinwasser geeignet sind!

Die verwendeten Steine sollten generell unbehandelt sein, wobei hier auch schon das “Wachsen” und “Ölen” der Edelsteine störend wirkt.

Nun, sind Sie neugierig geworden? Bei weiteren Fragen stehen wir gern wie immer zur Verfügung. Weitere ausführliche Informationen zur Edelsteintherapie finden Sie bei Michael Gienger (www.michael-gienger.de), der den verwendeten Text freundlicherweise zur Verfügung stellte und zu den anerkannten Experten für Steinheilkunde in Deutschland gehört.

(Quellennachweis: Michael Gienger – Skript “Edelsteintherapie in der Zahnheilkunde” Febr. 2008)